Sage vom der Rosstrappe bei Thale


Die Volkssage weiß unter anderem folgendes zu erzählen:
In den Urzeiten bewohnten Hünen und Zwerge den Harz. Auf einem Kriegszug kam der wilde Böhmenkönig Bodo hierher und entflammte in unerwiderter Leidenschaft zu der Tochter des Riesenfürsten, Brunhildis.
Auf der Flucht vor dem Böhmen schreckt plötzlich ihr Pferd an der Stelle des jetzigen Hexentanzplatzes zurück, und grausiger Abgrund gähnt die Flüchtige an.
Da setzt das Hünenkind mit ihrem Tier in mächtigem Sprung über den Abgrund zum gegenüberliegenden Felsen, wo noch jetzt der Abdruck von dem gewaltigen Aufschlagen des Hufs zu sehen ist. Der nachfolgende Böhme stürzte in die Tiefe.
Nach ihm erhielt die Bode ihren Namen.
Die der Prinzessin in den Bodekessel entfallene Krone wird dort von einem schwarzen Hund mit glühenden Augen bewacht, daher der Name "Kronensumpf".


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